Minoxidil Nebenwirkungen bei der Behandlung von Haarausfall

Geschrieben von Redaktionelles Team
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Haare sind wichtig. Nicht nur, weil sie uns warm halten oder unsere Kopfhaut vor UV-Strahlen schützen, sondern auch, weil sie ein wichtiger Teil unserer Identität sind. Aber viele Menschen leiden an Haarausfall und versuchen alles, um ihre Haare zu erhalten. Es gibt viele Produkte auf dem Markt und viele verschiedene Wirkstoffe.

Dabei stößt man immer wieder auf das Mittel Minoxidil, doch wie funktioniert es genau und was sind die Nebenwirkungen? In diesem Artikel erfahrt ihr alle Informationen über die Nebenwirkungen von Minoxidil und ob sich die Einnahme des Mittels lohnt.

Zusammenfassung

Minoxidil ist ein Medikament, das zur Behandlung von Bluthochdruck und Haarausfall eingesetzt wird. Es ist jedoch kein Wundermittel und kann auch einige unerwünschte Nebenwirkungen verursachen. In diesem Artikel möchten wir die Nebenwirkungen, die Wechselwirkungen und ob die Anwendung sicher ist näher betrachten.

Was ist Minoxidil denn eigentlich?

Die Geschichte hinter dem Wirkstoff beginnt bei der Bekämpfung einer ganz anderen Erkrankung. Minoxidil ist ursprünglich ein orales Medikament, also in Tablettenform, gegen erhöhten Blutdruck, also zur Blutdrucksenkung, welches in den 70er Jahren in den USA entwickelt wurde und 1982 auf den deutschen Markt kam. Bald bemerkten die Ärzte, dass bei einigen Patienten durch den Wirkstoff Minoxidil in der Tablette der Haarwuchs bei Männern und Frauen stieg - und das auch an Stellen, an denen sie zuvor kahl gewesen waren.

Minoxidil ist ursprünglich ein Bluthochdruck Medikament

Die Geburt des Medikaments gegen Haarausfall

Minoxidil wird zur Behandlung des erblich bedingten Haarausfalls (androgenetische Alopezie) bei Männern und Frauen angewendet. Die Behandlung sollte so früh wie möglich, also idealerweise bereits beim ersten Auftreten von Geheimratsecken oder Stirnglatze, begonnen werden. Denn je länger man wartet, desto unwahrscheinlicher ist ein Erfolg.

Die Wirkung setzt allerdings erst nach vier bis sechs Monaten ein. Allerdings ist die Wirkung von Minoxidil nicht bei allen Menschen gleich stark und es ist auch nicht bekannt, wie lange die Wirkung anhält, wenn man das Mittel absetzt. Denn es ist reversibel, das heißt, wenn man das Mittel absetzt, fallen auch die Haare wieder aus.

Wie wirkt Minoxidil gegen Haarausfall?

Der Wirkmechanismus oder die Wirkungsweise des Medikaments gegen Haarausfall ist zum jetzigen Zeitpunkt noch nicht vollständig geklärt. Experten nehmen aber an, dass der Wirkstoff Minoxidil Produkte die Blutgefäße erweitern und so die Durchblutung fördern. Die Haarfollikel werden dadurch wieder mit mehr Nährstoffen versorgt und können so wieder starke und gesunde Haarwurzeln bilden.

Haarverlust durch androgenetische Alopezie kann damit bei regelmäßigen Anwendungen mit Minoxidil in frühem bis mittlerem Stadium den Haarverlust stoppen. Die Wirksamkeit einer Behandlung mit dem Wirkstoff bei Haarausfall wurde in verschiedenen Studien bewiesen, es wurde ein vermehrtes Wachstum von Haaren festgestellt.

Die Wirkung von Minoxidil setzt allerdings erst nach vier bis sechs Monaten ein und ist reversibel, das heißt, sobald man das Mittel absetzt, fallen die Haare nach einer gewissen Zeit auch wieder aus.

Minoxidl muss regelmäßig angewendet werden

Was ist androgenetische Alopezie?

Androgenetische Alopezie ist der medizinische Fachbegriff für den erblich bedingten Haarausfall. Bei dieser Art von Haarausfall wird das Enzym 5-alpha-Reduktase in die Talgdrüsen eingeschleust und wandelt dort Testosteron in Dihydrotestosteron (DHT) um. Die Folge: Die aufnahmefähigen Rezeptoren an den Wurzeln der Haare reagieren empfindlicher auf DHT, die Blutversorgung der Kopfhaut nimmt ab, es bilden sich kahle Stellen am Kopf.

Betroffen sind hauptsächlich Männer – bei ihnen tritt androgenetischer Haarverlust im Laufe des Lebens bei rund 80 Prozent aller Heranwachsenden und Erwachsenen irgendwann einmal auf, aber auch Frauen können davon betroffen sein: Bei ihnen liegt der Anteil an androgenetisch Haarverlust bei 20 bis 30 Prozent.

Was ist die Ursache für diesen erblich bedingten Haarausfall?

Die Ursachen sind noch nicht vollständig geklärt. Sicher ist: In den meisten Fällen spielen sowohl genetische als auch hormonelle Faktoren eine Rolle – und zwar in Form des männlichen Geschlechtshormons Testosteron bzw. seiner Umwandlungsprodukte, des Dihydrotestosterons (DHT). Testosteron wird im Körper von Mann und Frau produziert.

Erblich bedingter Haarausfall betrifft Frauen und Männer

Die Anwendung von Minoxidil bei Haarausfall

Es ist in Form von Schaum, Sprays oder Lotionen erhältlich und wird üblicherweise zweimal täglich direkt auf die Kopfhaut aufgetragen. Minoxidil kann sowohl bei Frauen als auch bei Männern angewendet werden und ist in unterschiedlichen Konzentrationen erhältlich.

In Deutschland ist Minoxidil in einer Konzentration von 2% und 5% erhältlich: in unterschiedlichen Studien konnte festgestellt werden, dass eine geringere Dosis mit 2% für Frauen bereits ausreicht. Für Männer wird eine höhere Konzentration von 5% empfohlen.

Minoxidil gegen Haarausfall als Schaum

Die Anwendungsdauer von Minoxidil

Minoxidil sollte zweimal täglich über einen Zeitraum von vier Monaten angewendet werden, vorzugsweise morgens und abends, bevor man feststellen kann, ob das Medikament wirksam ist und sichtbare Ergebnisse in Bezug auf das Haarwachstum zeigt.

Sollte man allerdings nach dieser Zeit noch keine Ergebnisse sehen, solltest vielleicht eine andere Behandlung gegen den erblich bedingten Haarausfall in Betracht gezogen werden.

Es gibt keine Tests oder Langzeiterfahrungen für eine Behandlung, die länger als ein Jahr dauert. Daher wird Minoxidil bei Haarausfall für mehr als ein Jahr nicht empfohlen.

Ist die Anwendung von Minoxidil sicher?

Minoxidil ist ein rezeptfreies Medikament und somit relativ ungefährlich in der Anwendung. Da es sich jedoch um ein Arzneimittel handelt, sollte die Anwendung immer mit Bedacht erfolgen und unter ärztlicher Aufsicht stehen.

Hilft Minoxidil auch für den Bartwuchs?

Eine Frage, die sich sicherlich viele Männer stellen. Einige Männer berichten, dass Minoxidil auch für den Bartwuchs geeignet ist und nutzen den Wirkstoff auch hierfür - allerdings Off-Label. Off-Label-use ist eine Behandlungsmethode, bei der das Mittel für einen anderen Zweck verwendet. Allerdings gibt es hierzu noch keine Studien und keine Langzeiterfahrung.

Die Antwort ist jedoch aus Sicht der Arzneimittelhersteller ganz eindeutig: Nein. Bisher gibt es keinen einzigen wissenschaftlichen Beleg dafür, dass Minoxidil beim Bartwuchs helfen kann. Während du also Ruhe bewahren und weiterhin deinem Haarausfall mit Minoxidil entgegen steuern solltest, musst du dir für den Bart leider etwas anderes überlegen.

Minoxidil wird Off-Label für Bartwuchs genutzt

Wo findet man die Präparate mit Minoxidil?

Minoxidil ist in Deutschland nur in Apotheken als Lösung oder Schaum erhältlich. Denn es ist zwar rezeptfrei erwerbbar, aber es ist auch apothekenpflichtig, da es sich immer noch um ein Medikament handelt. Vergleichbar mit Ibuprofen oder Paracetamol, welche zwar auch ohne Rezept, aber auch nur in Apotheken zu bekommen sind und nicht etwa in Drogerien.

Die Kosten einer Minoxidil Behandlung

Die Preise für Haarwuchsmittel variieren stark - von monatlich 13 Euro für Minoxicutan, über 21 Euro für Regaine bis hin zu 39 Euro für Neocapil. Wobei der Anteil des Wirkstoffs Minoxidil bei allen Produkten gleich ist, für Frauen 2% und bei Männern 5%.

Wenn man berücksichtigt, dass die Behandlung mindestens ein Jahr und bei den meisten auch länger andauert, kommt schon eine stattliche Summe zusammen. Bei Regaine muss der Anwender damit rechnen, pro Jahr ca. 250 Euro auszugeben.

Die häufigsten Minoxidil Nebenwirkungen

Man sollte nicht vergessen, dass es sich bei Minoxidil (auch wenn es nur apotheken- und nicht rezeptpflichtig ist) um ein Medikament handelt. Und Medikamente haben bekanntlich auch Nebenwirkungen.

Am häufigsten wurden folgende Nebenwirkungen beobachtet:

Kopfschmerzen - Sie sind die häufigste Nebenwirkung von Minoxidil. In den meisten Fällen sind sie jedoch nur von kurzer Dauer und verschwinden bald wieder.

Juckreiz - Auch Juckreiz ist eine häufige Nebenwirkung von Minoxidil. Wenn er jedoch stark wird oder nicht innerhalb weniger Tage abklingt, sollte man einen Arzt aufsuchen. Wenn der Juckreiz zu groß ist, kann dieser nämlich zum Beispiel ein juckreizstillendes Medikament verschreiben.

Haarausfall - Ja, ihr habt richtig gelesen: In seltenen Fällen kann Minoxidil sogar zu mehr Haarausfall führen. Wenn dies bei euch der Fall ist, solltet ihr euren Arzt aufsuchen und mit ihm über eine andere Behandlungsmethode sprechen.

Hautrötungen und Hautausschlag - Meistens sind von Rötungen oder Ausschlag der Bauch, der Rücken und die Brust betroffen. Aber auch das Gesicht kann betroffen sein. Wenn die Hautrötung sehr stark wird oder Ausschlag mit Blasenbildung einhergeht, solltet ihr unbedingt einen Arzt aufsuchen.

Hypertrichose - Unter Hypotrichose versteht man in der Medizin, dass es zu vermehrtem, über das Normalmaß hinausgehendes, vermehrten Haarwuchs am ganzen Körper kommt.

Hypertonie - Es kann tatsächlich unter der Einnahme von Minoxidil gegen Haarausfall auch zu erhöhtem Blutdruck kommen = Hypertonie.

Reizungen der Kopfhaut - Darunter fallen unter anderem Juckreiz, Schuppenbildung, Stechen, Brennen, Trockenheit der Kopfhaut und Haarbalgentzündungen. - Alopecia areata ist eine krankhafte, entzündliche Haarausfallerkrankung, die auch als kreisrunder Haarausfall bezeichnet wird.

Weitere Nebenwirkungen können Gewichtszunahme, Schwellungen in den Armen und Beinen und Atemnot sein. Gelegentlich wurden Schwindel oder Übelkeit beobachtet. Deswegen sollte man Minoxidil gegen Haarausfall (wie auch alle anderen Medikamente) nur in Rücksprache mit dem Arzt anwenden.

Kopfschmerzen sind die häufigste Minoxidil Nebenwirkung

Gibt es Wechselwirkung mit anderen Medikamenten?

Bei einer Wechselwirkung wird die Wirkung der verwendeten Präparate oder Arzneien entweder abgeschwächt, sodass sie nicht mehr ausreichend wirken, oder aber sie werden verstärkt. Deshalb sollten Medikamentenkombinationen im allgemeinen immer nur in Rücksprache mit einem Arzt angewendet werden, auch wenn sie rezeptfrei erwerbbar sind. Die Folgen lassen sich vor allem meist nur schwer abschätzen.

Hilfe bei einem Arzt suchen

Welche Symptome bei einer Überdosierung von Minoxidil auftreten

Eine Überdosierung durch versehentliches Verschlucken oder nach übermäßigem Auftragen von Minoxidil gegen Haarausfall kann es durchaus auch zu Symptomen kommen, die den ganzen Körper betreffen (systemische Effekte). Beschleunigter Herzschlag, Senkung des Blutdrucks, plötzliche Gewichtszunahme durch Flüssigkeitsansammlung, Schwindel und Trägheit können die Folgen sein.

In diesem Fall sollte man sich umgehend mit seinem behandelnden Hausarzt oder Dermatologen in Verbindung setzen. Dieser kann dann eine Gegenmaßnahme oder unterstützende Maßnahmen für die Symptome einleiten.

Was kann man gegen die unerwünschten Wirkungen von Minoxidil tun?

Die beste Möglichkeit, um die unerwünschten Wirkungen von Minoxidil zu mildern, ist es, sorgfältig mit der Dosierung zu bleiben und das Medikament regelmäßig einzunehmen.

Wirkt Minoxidil denn immer?

Der Wirkstoff Minoxidil kann nur bei androgenetischer Alopezie, also erblich bedingtem Haarausfall, die Anregung des Haarwuchs beeinflussen. Deswegen sollte vorab bei einem Arzt geklärt werden, um welche Art Haarausfall es sich handelt. Bei Haarausfall bedingt durch einen anderen Grund wie Hormone, eine Mangelernährung, falsche Ernährung oder eine anderweitige Grunderkrankung können andere Produkte hilfreicher sein, als Minoxidil.

Gegenanzeigen - wann von einer Anwendung mit Minoxidil Präparaten abgeraten wird

Dieses Medikament darf nicht angewendet werden bei Schwangerschaft und Stillzeit, Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Herz-Rhythm-Störungen, Bluthochdruck und anderen ernsthaften medizinischen Problemen. Ebenfalls abzuraten ist eine Anwendung von Minoxidil gegen Haarausfall nach einer Geburt oder wenn die Kopfhaut gereizt oder gerötet ist.

Für Kinder und Personen, die an Haarausfall leiden und unter 18 Jahre alt sind, wird der Wirkstoff Minoxidil nicht empfohlen, da es hierzu keine Studien gibt. Allergiker sollten sich vorher die Inhaltsstoffe genau ansehen und gegebenenfalls einen Arzt oder Apotheker zu Rate ziehen.

Gegenanzeigen des Medikaments

Pflanzliche Alternativen zu Arzneimitteln & co.

Also, was können wir nun tun, wenn wir nicht das Risiko von Minoxidil Nebenwirkungen eingehen möchten? Wir könnten uns eine pflanzliche Alternative anschauen.

Scandinavian Biolabs bietet eine Reihe von rein natürlichen und veganen Produkten an, die wirksam und transparent sind, wie Shampoos und Conditioner, ein Serum oder ein Wimpernserum. Und alles speziell auf die Bedürfnisse von Frauen und Männern abgestimmt.

Diese Produkte sind ideal für Haarausfall im Frühstadium aber auch um die Haarpracht zu erhalten - ganz ohne Medikamente und Arzneimittel. Scandinavian Biolabs ist ein innovatives Unternehmen, das sich auf die Herstellung von hochwertigen, natürlichen und veganen Produkten spezialisiert hat.

Wie funktioniert Minoxidil bei Haarausfall?

Die Produkte beinhalten unter anderem Koffein, Aminosäuren und Capilia Longa. Diese Inhaltsstoffe sorgen für einen kraftvollen und positiven Effekt:

Koffein regt die Durchblutung der Kopfhaut an und kann so die Haarwurzeln stärken. Das kann das Haarwachstum anregen und es kann auch dazu beitragen, dass das Haar gesünder und kräftiger wird.

Aminosäuren sind die Bausteine der Proteine. Sie sind unerlässlich für den Aufbau und die Funktion zahlreicher Gewebe und Organe. Die Haare sind ebenfalls aus Proteinfasern aufgebaut. Die Aminosäurekomplexe, die in den Produkten von Scandinavian Biolabs enthalten sind, sind besonders wirksam bei der Verbesserung der Haarstruktur. Sie dringen in die Haarfollikel ein und stärken die Haarwurzeln. Die Haare werden kräftiger und glänzen.

Es gibt viele Möglichkeiten, die Wachstumsphase zu verlängern. Eine davon ist Capilia longa. Es wirkt sich positiv auf die Haarwurzeln aus und verlängert so die Wachstumsphase.

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Fazit

Minoxidil ist ein Medikament, das zur Behandlung von Bluthochdruck und Haarausfall eingesetzt wird - aber kein Wundermittel. Es ist zwar wirksam bei der Behandlung dieser Krankheiten, kann aber auch einige unerwünschte Nebenwirkungen verursachen. Diese Nebenwirkungen können Schwindel, Kopfschmerzen und Gewichtszunahme sein.

Wenn du über diese Nebenwirkungen besorgt bist, solltest du eine Alternative zu Minoxidil in Betracht ziehen. Es gibt viele Tipps zur Haarpflege und pflanzliche Alternativen, die bei der Behandlung von Haarausfall ebenso wirksam sein können - ohne das Risiko von Nebenwirkungen.