Erblich bedingter Haarausfall – die Ursachen und Behandlungsmöglichkeiten

Geschrieben von Redaktionelles Team
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Wenn aus dem warmen Duschvorgang plötzlich aus dem Nichts ein kalter Schock wird, ist die Ursache meist schnell klar: Haarausfall. Aber was steckt hinter dem Phänomen und welche Behandlungsmöglichkeiten gibt es? In diesem Blog beantworten wir die wichtigsten Fragen rund um das Thema erblich bedingter Haarausfall.

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Zusammenfassung

Viele Menschen leiden unter erblich bedingtem Haarausfall, sowohl Männer als auch Frauen. Aber kann man ihn auch mit natürlichen Mitteln behandeln? Und was sind die Alternativen? Wenn du den nachfolgenden Blogbeitrag liest, bist du besser auf das Problem des Haarausfalls vorbereitet. Vergiss nicht, auch unsere anderen Blogposts zu lesen, um auf dem Laufenden zu bleiben und die bestmöglichen Maßnahmen für deine Haare zu gewährleisten!

Was ist erblich bedingter Haarausfall oder die androgenetische Alopezie?

Androgenetische Alopezie ist ein medizinischer Fachbegriff für erblich bedingten Haarausfall und ist eine Erbkrankheit, bei der die Haarfollikel durch hormonelle Störungen verengt und schließlich abgestoßen werden. Dabei handelt es sich um eine Überempfindlichkeit auf Geschlechtshormone (Androgene), also auf das Geschlechtshormon Testosteron (DHT/Dihydrotestosteron).

Der androgenetische Haarausfall beginnt in der Regel im mittleren bis späten Erwachsenenalter. Die Veränderung der Haarwurzeln führt zu einer Ausdünnung der Haare an den Schläfen und der Stirn, und breitet sich dann über die gesamte Kopfhaut aus. So bildet sich erst ein Haarkranz, bis schließlich kein Haarwuchs mehr stattfindet und sich eine vollständige Glatze ausbildet. Androgenetische alopezie ist nicht zu verwechseln mit Alopecia Areata. Hier bilden sich kreisförmige, kahle Stellen auf der Kopfhaut.

Androgenetische Alopezie ist eine weit verbreitete Erkrankung, die viele Menschen betreffen kann. In Deutschland leiden etwa 50 % aller Männer und 20 % aller Frauen unter dieser Art von Haarausfall. Die Krankheit ist zwar nicht heilbar, kann aber durch therapeutische Maßnahmen wie Haartransplantationen und Medikamente gelindert und abgemildert werden.

Durch diese Art des Haarverlustes wird das äußere Erscheinungsbild stark beeinträchtigt. Des Weiteren kann es zu Stress und Depressionen führen, da die betroffenen Frauen und Männer oft vermehrt auf ihr Äußeres achten müssen.

Haarkranz als Stufe des Haarausfalls

Die Rolle von Genen bei androgenetischer Alopezie

Erblich bedingter Haarausfall ist eine der häufigsten Ursachen für Haarausfall. In den meisten Fällen ist er auf eine Veranlagung zurückzuführen, die von den Eltern an die Kinder weitergegeben wird.

Das Risiko für erblich bedingten Haarausfall steigt mit dem Alter an. Es ist jedoch nicht immer möglich, genau zu bestimmen, wann der Haarausfall beginnt, da es von vielen Faktoren abhängt. Die Daten der Universitätsklinik Bonn zum Beispiel deuten auf ein Zusammenspiel von vielen Faktoren wie etwa viele unterschiedliche Gene, Zelltypen und biologische Signale hin.

Sind Frauen genauso betroffen von androgenetischer Alopezie wie Männer?

Männer sind häufiger von dieser Art des Haarausfalls durch Androgene betroffen als Frauen. In der Regel beginnt der Haarausfall bei ihnen bereits in jungen Jahren und wird im Laufe des Lebens immer stärker. Frauen hingegen haben meist erst später im Leben mit erblich bedingtem Haarausfall zu kämpfen.

Männer und Frauen sind betroffen

Welche anderen Faktoren können den Haarausfall verursachen?

Während erblicher Haarausfall die häufigste Ursache für Haarverlust ist, gibt es eine Reihe anderer Faktoren, die ebenfalls zu Haarausfall führen können. Dazu gehören:

Hormonschwankungen: Dieses Ungleichgewicht kann durch verschiedene Faktoren wie Pubertät, Schwangerschaft, Wechseljahre oder sogar die Pille ausgelöst werden und so zum Verlust der Haare führen.

Medikamente: Einige Medikamente wie Antidepressiva, Blutdrucksenker und Beta-Blocker können zu Haarausfall führen. Auch Chemotherapien gegen Krebs können zu massiven Haarverlust führen.

Vitaminschwäche: Ein Mangel an bestimmten Vitaminen wie Vitamin B12, Vitamin C oder Folsäure durch eine Mangelernährung (zum Beispiel durch eine Diät) kann ebenfalls zu Haarausfall führen. Auch Eisenmangel ist ein häufiger Grund des Haarverlusts.

Erkrankungen: Autoimmunerkrankungen und Schilddrüsenerkrankungen können ebenfalls zu vorzeitigem oder übermäßigem Haarausfall führen.

Stress: Stress kann sich den gesamten Körper auswirken, einschließlich der Haare. Stress verursacht eine erhöhte Ausschüttung von Adrenalin und Kortisol im Körper. Diese Hormone wiederum können die Haarwurzeln schädigen und die Haare absterben lassen.

Um sicherzugehen, an welcher Art Haarausfall man leidet, ist es am besten, den Arzt seines Vertrauens aufzusuchen. Dies kann der Hausarzt oder der Hautarzt sein. Dieser stellt dann die Diagnose und kann die passende Therapie einleiten.

Hausarzt oder Hautarzt für Diagnose

Behandlungsmöglichkeiten für erblich bedingten Haarausfall

Bei Männern und Frauen stellt sich nach gesicherter Diagnose dann oft die Frage: was nun? Es gibt einige Behandlungsmöglichkeiten bei androgenetischer Alopezie, um dem Haarausfall entgegenzuwirken.

Pflanzliche Möglichkeiten für das Haarwachstum

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Das vegane Bio-Pilixin® Activation Serum mit rein natürlichen Inhaltsstoffen regt die Durchblutung der Kopfhaut an und kann sie mit wichtigen Nährstoffen versorgen.

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Der Hersteller Scandinavian Biolabs hat für Frauen und Männer speziell auf ihre Bedürfnisse zugeschnittene Pflegeprodukte entwickelt: Ergänzend zu dem Serum gibt es die Haarwuchs-Routine-Produkte in Form von Shampoo & Conditioner, für eine optimales Zusammenspiel der Pflegewirkung.

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Arzneimittel und topische Behandlungen

Minoxidil

Minoxidil ist ein Mittel, das bei erblich bedingtem Haarausfall sowohl bei Männern als auch bei Frauen angewendet wird. Es wird in Form einer Lotion oder eines Sprays auf die Kopfhaut aufgetragen und soll das Haarwachstum anregen. Minoxidil wirkt, indem es die Durchblutung der Kopfhaut verbessert, die Haarfollikel bekommen mehr Nährstoffe und können sich besser entwickeln.

In der Regel wird Minoxidil zweimal täglich auf die Kopfhaut aufgetragen. Ungefähr nach drei Monaten zeigt sich eine Verbesserung des Haarwuchses. Danach muss Minoxidil weiterhin regelmäßig angewendet werden, um den Effekt zu erhalten. Es ist als Mittel gegen Haarverlust nicht verschreibungspflichtig, aber dennoch apothekenpflichtig und verfügt auch über Nebenwirkungen.

Finasterid

Finasterid ist ein Arzneimittel, das bei der Behandlung von erblich bedingtem Haarausfall eingesetzt wird. Es wird in Form von Tabletten eingenommen und blockiert das Enzym 5-Alpha-Reduktase, welches für die Umwandlung von Testosteron in Dihydrotestosteron verantwortlich ist. Dieses Hormon ist ursächlich für den erblich bedingten Haarausfall.

Finasterid wird nur bei Männern angewendet. Bei Frauen wird von einer Behandlung abgesehen, da es zu Fehlbildungen des Fötus bei einer eventuellen Schwangerschaft kommen kann. Die Behandlung mit Finasterid muss jedoch langfristig durchgeführt werden, da die Wirkung des Arzneimittels erst nach etwa drei Monaten einsetzt und sich erst nach etwa einem Jahr voll entfaltet.

Es können jedoch auch schwere Nebenwirkungen auftreten, wie zum Beispiel sexuelle Funktionsstörungen wie Impotenz oder Libidoverlust. Daher sollte vor Beginn der Behandlung mit Finasterid immer mit einem Arzt das Nutzen-Risiko-Verhältnis besprochen werden.

Chirurgische Optionen - Haartransplantation bei Haarausfall

Eine Haartransplantation ist eine medizinische Behandlung, die darauf abzielt, Haare aus einem gesunden Bereich des Kopfes in einen bereits kahlen Bereich zu transplantieren. Diese Behandlungsmethode wird häufig bei Patienten mit erblich bedingtem Haarausfall angewendet, um die Haardichte wieder zu erhöhen.

Haartransplantationen werden entweder mittels Follikulärtransplantation oder mittels Strip-Technik durchgeführt. Bei der Follikulärtransplantation werden die Haarfollikel einzeln aus dem gesunden Bereich des Kopfes entnommen und in die kahlen Bereiche transplantiert. Bei der Strip-Technik wird ein Streifen Haut mit Haarfollikeln aus dem gesunden Bereich des Kopfes entfernt und in die kahlen Bereiche transplantiert.

Haartransplantationen sind in der Regel sichere Eingriffe, können jedoch mit einigen Risiken verbunden sein, wie zum Beispiel Infektionen, Schwellungen, Prellungen oder Blutergüsse an der transplantierten Stelle. In selteneren Fällen kann es auch zu einer Abstoßung der transplantierten Haare kommen.

Die Kosten für eine solche Behandlung werden in der Regel nicht von den Krankenkassen übernommen, da es sich um sogenannte „ästhetische Schönheitsoperation“ handelt. Die Behandlungskosten variieren stark, es kommt auf die Anzahl der zu verpflanzenden Haarwurzeln. Man muss aber mit ca. 2.000 - 8.000 Euro pro Operation rechnen.

Andere Optionen, um dem erblich bedingtem Haarausfall entgegenzuwirken

Es gibt auch noch einige zusätzliche Methoden, die man versuchen kann, um den Haarwuchs wieder anzuregen:

Shampoo mit Coffein

Das Coffein in Shampoos hilft dabei, die Durchblutung der Kopfhaut anzuregen und somit den Haarausfall zu stoppen oder zumindest zu verlangsamen. Alternativ könnte man auch den morgendlichen Kaffeesatz aufheben, diesen mit etwas Wasser anrühren und die betroffenen Stellen damit massieren.

Koffein regt Durchblutung an

Vitamine

Eine der besten Optionen, um dem erblich bedingtem Haarausfall entgegenzuwirken, ist die Einnahme von Vitaminen und Nährstoffen. Es gibt eine Reihe von Vitaminen, die dabei helfen können, das Haarwachstum zu fördern und den Haarausfall zu verlangsamen. Die wichtigsten Vitamine für das Haarwachstum sind wohl Vitamin B, Eisen, Zink und Kupfer.

Eisen ist ein wichtiges Spurenelement, das für den Haarwuchs notwendig ist. Es sorgt für die Produktion von Hämoglobin. Hämoglobin ist wiederum für die Sauerstoffversorgung der Zellen, einschließlich der Haarwurzeln, verantwortlich. Daher ist ein ausreichender Eisengehalt im Körper unerlässlich für gesundes, kräftiges Haar.

Zink ist ebenfalls ein essenzielles Spurenelement, das für einen gesunden Haarwuchs notwendig ist. Es hilft, die Haarwurzeln zu stärken, die Haarfollikel zu schützen und die Haarwuchsphase zu verlängern.

Vitamin B ist eine Gruppe von Nährstoffen, die für die normale Funktion des Haarwachstums notwendig sind. Vitamin B (Biotin) ist an der Produktion von Keratin beteiligt, einem Protein, das das Haar stärkt, und es hilft auch, das Haar vor Schäden zu schützen.

Kupfer ist ein Spurenelement, das für die Produktion von Kollagen und Elastin benötigt wird. Kupfer ist auch für die Haarwurzeln verantwortlich und trägt so zu einem gesunden Haarwuchs bei.

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Die richtige Pflege der Haare

Auch die richtige Pflege der Haare und der Kopfhaut ist wichtig, denn sie kann helfen, den Haarausfall zu verlangsamen. Zum Beispiel können Jojobaöl und Arganöl helfen, die Durchblutung der Kopfhaut anzuregen und so die Haarwurzeln zu stärken. Auch Shea-Butter oder Aloe Vera ist sehr nützlich für die Gesundheit der Haare, da sie Feuchtigkeit speichert und die Barrierefunktion der Haut verbessert.

Wenn du unter erblich bedingtem Haarausfall leidest, solltest du regelmäßig eine Kopfhautpflege mit natürlichen Inhaltsstoffen verwenden und die Kopfhaut massieren. Dadurch wird die Durchblutung der Haarwurzeln verbessert und die Gesundheit der gesamten Kopfhaut gefördert.

Fazit zu unserem Artikel über androgenetische Alopezie

Erblich bedingter Haarausfall ist ein häufiges Phänomen, das viele Menschen betrifft. Obwohl es ein ernsthaftes Problem ist, müssen wir uns nicht allzu sehr darum sorgen, solange wir aktiv etwas unternehmen, um die Ursachen zu identifizieren und zu behandeln. Wenn du unter erblich bedingtem Haarausfall leidest, solltest du immer einen Arzt aufsuchen, um die genaue Ursache zu ermitteln.

In vielen Fällen kann erblich bedingter Haarausfall auch mit natürlichen Mitteln behandelt werden. Indem du den vorliegenden Blogbeitrag gelesen hast, bist du nun besser darauf vorbereitet, dich mit dem Problem des Haarausfalls auseinanderzusetzen.

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Quellen

Androgenetische Alopezie — Humangenetik Bonn (uni-bonn.de)

BfArM - Risikoinformationen - Rote-Hand-Brief zu Finasterid: Risiko sexueller Dysfunktionen und psychischer Störungen