Erfahrungen mit Minoxidil bei Frauen mit Haarausfall

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Geschrieben von
Maren Bohl

Der Wirkstoff Minoxidil für Frauen - Für viele Frauen ist das Thema Haarausfall früher oder später von großer Bedeutung und sie fragen sich, was man dagegen unternehmen kann um den Prozess zu verlangsamen oder im besten Fall sogar zu stoppen.

Denn für viele ist der weibliche Haarausfall auch ein großes psychisches Belastungsthema. Natürlich gibt es diverse Mittel und Wirkstoffe die alle dasselbe Versprechen geben: gestärktes und vermehrtes Haarwachstum. Besonders ein Wirkstoff ist hier oft anzutreffen, und zwar Minoxidil.

Aber was ist das eigentlich, was sagen die Studien dazu aus und welche Erfahrungen haben Frauen mit Minoxidil gemacht, gibt es Nebenwirkungen?

Was ist Minoxidil für Frauen?

Eigentlich war die Entdeckung, dass sich der Haarwuchs durch Minoxidil verbessert, eine zufällige Randbeobachtung bei klinischen Studien. Das Medikament wurde nämlich ursprünglich als Antihypertensivum, also für die Behandlung von Bluthochdruck, in Form von Tabletten entwickelt und wird auch heute noch dafür eingesetzt.

Durch diese eher zufällige Entdeckung, dass der Wirkstoff Minoxidil allerdings auch bei Frauen und Männern zu positiven Erfahrungen in Bezug auf das Haarwachstum beitrug, entwickelte man ein Haarwasser.

Bekomme ich den Schaum nur in der Apotheke?

Seit 1988 ist Minoxidil also als Mittel, das bei Haarausfall angewedet wird, zugelassen und seit 1996 ist der Patentschutz dafür erloschen, das bedeutet, viele Hersteller können nun den Wirkstoff für ihre eigenen Produkte nutzen.

Die Tabletten zur Behandlung des Blutdrucks sind weiterhin nur gegen Rezept in der Apotheke zu bekommen, das Mittel gegen Haarverlust ist allerdings rezeptfrei, in Form von Schaum oder eines Serums, erhältlich.

Speziell für Frauen zeigte die Erfahrung, dass eine 2%ige Lösung bereits ausreichte, um das Ausfallen der Haare zu stoppen oder regt zudem den Haarwuchs gar bei komplett kahlen Stellen an, da sie besser auf den Wirkstoff ansprechen.

Bis jedoch die Wirkung von Minoxidil einsetzt, also bis neue Haarfollikel nachwachsen, vergehen allerdings 3-4 Monate. Das Mittel muss zweimal täglich, am besten morgens und abends, auf die Kopfhaut aufgetragen und einmassiert werden. Es ist also Geduld gefragt, aber Haare brauchen eben ihre Zeit zu wachsen.

Wie das Mittel allerdings genau wirkt, beziehungsweise der Wirkmechanismus von Minoxidil in Bezug auf das Haarwachstum, ist bis heute nicht bekannt. Die Vermutung liegt allerdings nahe, dass es an diesen zwei Gründen liegen könnte, die das Wachstum der Haarwurzeln beeinflussen: entweder wird dadurch die Haarwurzel besser durchblutet oder aber auch die Neubildung von Blutgefäßen, wodurch die Blutgefäße durchlässiger werden und mehr Wachstumsfaktoren gesteigert werden.

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Studien & Erfahrungen zu Minoxidil für Frauen

Es gibt einige Studien zur Wirksamkeit Minoxidil um den weibliche Haarausfall zu verlangsamen oder sogar gar den anlagebedingten Haarausfall zu stoppen. In einer Studie von 2016 aus den USA wurde zum Beispiel folgendes festgestellt:

Testpersonen waren insgesamt 381 Frauen im Alter von 18-49 Jahren, die sich entweder eine 5%ige oder eine 2%ige Minoxidillösung topisch, also regional begrenzt, verabreichten sowie eine Kontrollgruppe, die Placebos bekamen.

Nach 48 Wochen war die Studie beendet und die Probanden berichteten überwiegend von signifikanten Verbesserungen. In der eigenen Wahrnehmung berichteten die Frauen der 5% Gruppe von der größten Verbesserung, die 2%ige Gruppe war etwa gleichauf mit der Placebogruppe.

Die Ergebnisse des Prüfarztes zeigten jedoch sowohl in der 5% sowie in der 2%-Gruppe deutlich mehr Haarwachstum als in der Placebogruppe. Allerdings waren bei der 5%igen Minoxidillösung auch mehr Nebenwirkungen zu beobachten, unter anderem erhöhter Juckreiz, lokalen Reizungen und Hypertrichose (bedeutet, dass die Körperstellen vermehrt Haare bilden, nicht nur auf der Kopfhaut).

Eine andere Studie aus den USA testete die 2%ige Minoxidillösung, ebenfalls mit einer Placebo-Kontrollgruppe. Teilnehmer waren 256 Frauen über eine Studiendauer von 32 Wochen. Es wurde hierbei festgestellt, dass sich in einem Gebiet von einem Quadratzentimeter, also 1x1cm, die Anzahl der Haare in der 2%-Gruppe um 23 Haare und die in der Placebo-Gruppe um 11 Haare gesteigert hatten.

Deshalb ist Minoxidil bei Haarausfall immer noch das Mittel der Wahl und wird nicht nur als Medikament für den Blutdruck verwendet, sondern auch dafür, dass der Haarausfall nicht weiter voranschreitet, sondern soll auch Haarausfall entgegen wirken.

Minoxidil Erfahrungsberichte - Wirksamkeit, Nebenwirkung von Frauen im Kampf gegen den Haarausfall

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Die Erfahrungsberichte von weiblichen Personen, die ihre kahlen Stellen, wie ihre Geheimratsecken zum Beispiel, mit einem minoxidilhaltigen Präparat bekämpfen oder diesem entgegenwirken wollen, die also etwas gegen ihren Haarausfall unternehmen, sind sehr durchwachsen. Nachfolgend ein positives und ein negatives Beispiel von persönlichen Erfahrungsberichten.

Eine Frau beschreibt zum Beispiel ihren hormonellen Haarausfall, bedingt durch die Wechseljahre. Sie ist nach dreiwöchiger Anwendung begeistert und berichtet bereits davon, dass sich erste Verbesserungen zeigten, die Haare wuchsen wieder.

Wiederum beschreibt eine andere Dame eine eher negative Erfahrung mit Minoxidil: sie verspürte einen Juckreiz, den sie erst fälschlicherweise als wachsende Haarfollikel wahrnahm. Es stellte sich jedoch leider dann doch als Kontaktallergie heraus, sie hatte vermutlich allergisch auf das Mittel reagiert.

Haarausfall bei Frauen findet am häufigsten aus den folgenden Gründen statt

Stressbedingt

Aufgrund zunehmender psychischer Belastungen steigt der Stresspegel, sowohl im beruflichen als auch privaten Umfeld. Denn durch Stress wird unser Immunsystem stark belastet und so kommen die Nährstoffe, die wichtig für unsere Haare aber auch unsere Nägel und die Haut sind, nicht mehr in der Menge dort an wo sie benötigt werden.

Genetisch

Auch durch genetische Veranlagungen kann die Haarpracht deutlich weniger werden. Bei Frauen zeigt sich der erblich bedingte Haarausfall oft am Mittelscheitel, welcher dann deutlich dünner wird.

Hormonell

Am häufigsten genannte Grund ist wohl der hormonbedingte Haarausfall. Zum Beispiel nach einer Schwangerschaft, hier verändert sich der Hormonhaushalt enorm, da der Östrogenspiegel abfällt, welcher in der Schwangerschaft steil nach oben ging. Aber auch in den Wechseljahren sinkt dieser Östrogenspiegel und die Haare werden weniger, die Kopfhaut scheint durch und die Frauen fühlen sich zunehmend unwohl.

Medikamenteneinnahme

Durch verschiedene Medikamente kann es zu unerwünschten Nebenwirkungen wie Haarausfall kommen.

Ernährungsbedingt

gerade in der heutigen Zeit sind Blitz-Diäten leider keine Seltenheit mehr. Durch den dadurch entstehenden Mangel in der Ernährung werden zu wenige Nährstoffe und Vitamine aufgenommen, die Haare werden nicht mehr ausreichend versorgt.

    Eines haben aber alle diese Gründe gemeinsam: die Frauen erleben dadurch oft eine enorme psychische Belastungssituation. Sollten Sie unter dem Problemen Haarausfall leiden, sollte ihr erster Gang deshalb der zum Hausarzt beziehungsweise zum Hautarzt sein, um die Ursachen abzuklären.

    Fazit zu Minoxidil für Frauen

    Fakt ist, dass es sich bei Minoxidil um ein Medikament, einen Arzneimittelwirkstoff handelt. Und wie bei allen Medikamenten ist mit Nebenwirkungen zu rechnen. Es gibt auch noch keine aussagekräftigen Daten, wie sich eine Langzeittherapie über ein Jahr hinaus mit Minoxidil auswirkt und sobald man das Medikament absetzt, lässt auch die Wirkung wieder nach.

    Die pflanzliche Alternative zu Minoxidil ist Bio-Pilixin®. Das Serum ist vegan und natürlichen Ursprungs. Es enthält unter anderem Curcuma welches eine antioxidative Eigenschaft besitzt, Niaciamide die die Aufnahme von Keratin positiv begünstigen und Aloe Vera zur Verbesserung des Feuchtigkeitshaushalts.

    pflanzliche Alternative zu Minoxidil

    FAQs

    Welches Minoxidil für Frauen?

    Für Frauen reicht bereits eine 2%ige Lösung um eine deutliche Zunahme des Haarwachstums zu erreichen, da sie besser auf den Wirkstoff ansprechen als Männer mit anlagebedingtem Haarausfall.

    Wie lange dauert es bis Minoxidil wirkt?

    Eine kontinuierliche Anwendung von mindestens 3-4 Monaten ist erforderlich bis erste Ergebnisse bezüglich des Haarwachstums sichtbar werden. Bis ein kosmetisch akzeptables Ergebnis erzielt wird, etwas länger.

    Wie lange darf man Minoxidil nehmen?

    Mindestens 4 Monate, es gibt keine klinischen Studien zur Anwendung, wenn diese mehr als ein Jahr geht, hinsichtlich der Nebenwirkungen. Es könnte sich eventuell nachteilig auf Herz und Kreislauf auswirken.

    Für wen ist Minoxidil nicht geeignet?

    Das Mittel ist nicht empfohlen für die Verwendung zur Behandlung von Haarausfall von unter 18jährigen, hier gibt es noch keine Studiendaten. Auch wenn Sie an Herz-Kreislauf-Erkrankungen leiden, wenn Sie an Bluthochdruck leiden und/oder Medikamente gegen Bluthochdruck einnehmen, sollten Sie lieber auf andere Mittel zurückgreifen, um Ihren Haarwuchs anzuregen.

    Quellen

    Lucky AW, Piacquadio DJ, Ditre CM, Dunlap F, Kantor I, Pandya AG, Savin RC, Tharp MD. Eine randomisierte, placebokontrollierte Studie mit 5% und 2% topischen Minoxidillösungen bei der Behandlung von Haarausfall bei weiblichen Mustern. J Am Acad Dermatol. 2004 Apr;50(4):541-53. doi: 10.1016/j.jaad.2003.06.014 PMID: 15034503. https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/15034503/

    DeVillez RL, Jacobs JP, Szpunar CA, Warner ML. Androgenetische Alopezie bei der Frau. Behandlung mit 2% topischer Minoxidillösung. Arch Dermatol. 1994 Mar;130(3):303-7. PMID: 8129407.
    https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/8129407/

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